Der Sprung ins kalte Wasser


Heute führe ich den Betrieb. Dabei war der Einstieg nicht ganz einfach. Nach meiner Gärtnerausbildung in einer Baumschule arbeitete ich ein halbes Jahr in einer holländischen Baumschule. Die guten Erfahrungen im Ausland und die noch fehlenden Erfahrungen im Garten- und Landschaftsbau motivierten mich dazu, ein weiteres Praktikum in einer Landschaftsgärtnerei in der Schweiz zu absolvieren.
 
Mit dem Vertrag schon in der Tasche, musste ich dieses Vorhaben jedoch aufgeben, da plötzliche eine schwere Erkrankung meines Vaters mich zwang, den Betrieb zu übernehmen. Ich bin buchstäblich ins kalte Wasser gesprungen und habe versucht den Betrieb zunächst nur über Wasser zu halten.
 
Die Kenntnisse, die ich eigentlich in der Schweiz sammeln wollte, musste ich mir nun im elterlichen Betrieb unter weitaus schwierigeren Bedingungen aneignen. Und so leitete ich tagsüber den Betrieb und studierte nach Feierabend Fachbücher und Fachzeitschriften. 1983 absolvierte ich dann in Hohenheim die Meistertprüfung.
 
Heute werde ich von meiner Frau Magdalene tatkräftig unterstützt. Sie managt das Büro, kümmert sich um Termine, Kundenabsprachen und die Buchhaltung und versorgt über dies hinaus auch noch Haushalt und unsere Familie.