Leberblümchen

Blume des Jahres 2013

Foto: Leberblümchen
(Tom Bech/Flickr, CC BY 2.0)
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Wer es blühen sehen will, muss Glück haben oder sich besonders gut auskennen, denn das Leberblümchen, das die Blume des Jahres 2013 ist, blüht nur eine Woche im Jahr.
 
Weil die blaue Blume so anspruchsvoll und empfindlich ist, braucht sie einen besonderen Waldboden und die Hilfe von Ameisen, um sich zu verbreiten. Es wird "Vorwitzchen" oder "Blaublume" genannt und blüht nur etwa eine Woche lang: Das Leberblümchen ist die "Blume des Jahres 2013". Mit diesem Titel, den Loki Schmidt (1919-2010) einst ins Leben gerufen hatte, kürte die Stiftung Naturschutz Hamburg diese besonders geschützte Pflanzenart. Das Leberblümchen, das in der Krautschicht alter Buchen- und Eichenwälder vorkommt, darf weder gepflückt noch ausgegraben werden. Es stelle hohe Ansprüche an den Boden und breite sich nur langsam aus, erklärte die Stiftung in einer Mitteilung. Weil die Samen des Leberblümchens von Ameisen verbreitet werden, breite es sich nur langsam aus. 

"Deshalb ist es fast nur an Orten zu finden, wo schon lange, meist über 100 Jahre, Wald wächst", betonten die Naturschützer. Solche alten Waldstandorte seien nicht so häufig. In seinem Verbreitungsgebiet gebe es große Lücken. In Deutschland etwa komme es im Tiefland nur östlich der Weser, im Alpenvorland und in den Alpen bis 1500 Meter vor.

Blüte hat Form wie Leber

Das zwischen 5 und 15 Zentimeter hoch wachsende Leberblümchen, das von März bis April blüht, erhielt seinen deutschen Namen aufgrund der Blattform: in drei Lappen geteilt erinnert diese im Umriss an die menschliche Leber. "Wegen seiner sternförmigen, blauen Blüten wird die Pflanze auch als Blaublume bezeichnet", berichteten die Naturschützer. "Mancherorts wird sie, ihrer frühen Blütezeit wegen, auch Vorwitzchen genannt und weil die Blüten vor den Blättern erscheinen, nennt man sie auch Dochder vor de Moder (Tochter vor der Mutter)."

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